Die Blutegeltherapie kann zur Behandlung von Krampfadern, Besenreisern und Thrombosen eingesetzt werden. Entweder mit der Hand oder mit Hilfe eines Likörglases werden die Blutegel in die Nähe der zu behandelnden Stellen gesetzt.
In dem Saugkopf des Blutegels befinden sich drei Kieferplatten, die einen dreistrahligen Stern bilden. In diesem Stern liegen die Zähne des Blutegels. Die Blutegel saugen normalerweise etwa 15 bis 20 Minuten und fallen dann von alleine ab.
Bei der Blutegeltherapie bei Krampfadern und Besenreisern geht die Schwellung schnell zurück und das Ziehen hört auf. Positiv zeigt sich die Blutegeltherapie auch bei möglicherweise vorkommenden Hautverfärbungen, denn diese bilden sich nach einer gewissen Zeit wieder zurück. So ist die Blutegeltherapie für Besenreiser und Krampfadern durchaus sinnvoll.
Die Blutegeltherapie kann auch zur Behandlung von Thrombosen eingesetzt werden. Bei einer Thrombose handelt es sich um einen Venenverschluss, in dessen Folge sich ein Blutgerinnsel bildet.
Die entsprechende Stelle schwillt stark an und es kommt zu einem sehr starken Spannungsschmerz. Werden nun Blutegel an die betroffene Stelle gesetzt, wird dieser Schmerz sofort gestillt und der Blutklumpen löst sich auf. Bei einer Thrombose, die schon längere Zeit besteht, ist dies jedoch unwahrscheinlich. Ist der Thrombus noch im Wachsen, funktioniert die Blutegeltherapie noch besser.
Durch die Blutegeltherapie können allergische Reaktionen hervorgerufen werden. In diesem Fall entsteht eine stark juckende Rötung an den Bissstellen. Eine Behandlung sollte man genau mit seinem Arzt absprechen und es muss getestet werden, ob eine Allergie vorliegt oder nicht. Sofern es nicht zu allergischen Reaktion kommt, kann diese Methode der Therapie durchaus funktionieren.

